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04.04.2017 - 09:13 Uhr

Zwei klare Niederlagen für den ersatzgeschwächten TuS Bad Driburg

Bad Driburg (red). Eine 0:6- und 3:6-Niederlage musste der TuS Bad Driburg am Doppelspieltag einstecken. In beiden Spielen agierten die Kurstädterrinnen ohne ihren Stammkader.


TV Busenbach – TuS Bad Driburg 6:0

Die personelle Misere löste sich beim TuS Bad Driburg bis zur Begegnung beim TV Busenbach nicht in Wohlgefallen auf. Die Kurstädterinnen traten mit zwei Ersatzspielerinnen für die Nummer eins Nina Mittelham und Shi Qi an, sodass die Mannschaft schon von Beginn an auf verlorenem Posten stand.

Als dann auch noch Jennie Wolf/Leonie Hartbrich ein 5:11, 2:11 gegen Sarah DeNutte/Katharina Michajlova ausbügelten, und im fünften Satz mit 7:4 führten, war die Moral der Gäste ziemlich im Keller. Beim 7:6 nahm das TVB-Duo sicherheitshalber eine Auszeit, die sich zum 11:8 auszahlte. „Die Beiden hatten vorher schon ihre Marschroute erhalten. Außerdem wollte ich nur ein Einzel spielen. Das beherzigten die Beiden“, freute sich TVB-Spitzenspielerin Tanja Krämer, die mit Jessica Göbel glatt 3:0 siegte.

DeNutte konnte den glatten Durchmarsch der Gastgeberinnen nicht verhindern. In einem hochklassigen Spiel gegen Göbel scheiterte die luxemburgische Nationalspielerin schließlich im fünften Durchgang mit 6:11. Der Anschluss war zum 2:9 schnell abhandengekommen.

„Jessica agierte sehr gut, hatte sich eine Taktik zurechtgelegt, die sie souverän durchzog. Sie lenkte die Bälle im Aufschlag-Rückschlag-Bereich so wie sie sie haben wollte, und war damit erfolgreich“, kommentierte TVB-Spitzenspielerin Krämer.

Krämer besaß gegen Michajlova, die ins obere Paarkreuz aufrücken musste, hauptsächlich im ersten Durchgang Mühe. Nach dem 14:12 war der Weg zum 3:1 frei. „Katharina spielt unangenehm für mich. Einen fünften Satz hätte ich nicht unbedingt spielen wollen. Ich musste die ganze Zeit aufpassen und konzentriert bleiben, obwohl ich sicher die Favoritin war“, sagte Krämer.

An den Positionen drei und vier waren Alexandra Eirich und Sina Pape ebenso chancenlos wie im gemeinsamen Doppel. Für Wolf und Hartbrich waren die Erfolge nur reine Formsache. „Es ist natürlich schade, wenn einem Verein kein adäquater Ersatz zur Verfügung steht. Für uns war diese Variante, anstatt kampflos abgegebener Spiele, in Ordnung“, ergänzte Krämer.


SV DJK Kolbermoor – TuS Bad Driburg 6:3

Wie erwartet traten sowohl der SV DJK Kolbermoor als auch der TuS Bad Driburg nicht etatmäßiger Formation an. Die Kurstädterinnen boten erneut im hinteren Paarkreuz Alexandra Eirich und Sina Pape auf. Die Bayerinnen stellten im letzten Heimspiel dieser Saison Laura Tiefenbrunner und Katharina Teufl aus der Regionalliga dagegen. Die Zwei durften mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die 3. Bundesliga bereits einen schönen Erfolg feiern.

„Katharina hatte sogar heute erst die letzte Partie. Deshalb war sie mit entsprechender Kleidung vor Ort. Ihr Einsatz ergab sich aus einer Notsituation heraus, denn Sibel Remzi erfuhr eine Stunde vor Spielbeginn, dass ihr erstes Einzel bei der türkischen Meisterschaft morgen früh schon um 9.30 Uhr beginnt. Eigentlich wollte sie erst morgen um 7 Uhr den Rückflug antreten. Doch so musste sie kurzerhand noch während der Doppel zum Flughafen gefahren werden“, berichtete SV DJK-Vorstandmitglied Frank Berger.

Im Doppel gingen die Gastgeberinnen zum 2:0 auf Nummer sicher. Neben Tiefenbrunner griff Sabine Winter zum Schläger, woraus ein 3:1 gegen Sarah DeNutte/Katharina Michajlova resultierte. Kristin Silbereisen/Bernadett Balint punkteten mit einem 3:0, das Silbereisen mit einem ebenso glasklaren 3:0 gegen Michajlova aufstockte. „Der Kraftaufwand für Sabine war o.k. Und 2015 war sie mit Laura schon bayerische Meisterin im Doppel. Ihr Erfolg war also kein Zufall“, erklärte Berger.

Balint, die für die verletzte Winter im Einzel dann oben spielte, kam beim 11:7, 3:11, 7:11, 6:11 gegen DeNutte auf keinen grünen Zweig.

Auf 5:1 zog der Tabellenzweite davon, weil sich Tiefenbrunner und Teufl bei ihrer Ligapremiere überzeugend präsentierten. Für die TuS-Spielerinnen war auch dieser geforderte Level noch eindeutig zu hoch.

Eine zaghafte Partystimmung läutete Silbereisen mit einem 11:7 gegen DeNutte ein. 174 Zuschauer sorgten für entsprechend lautstarke Unterstützung, doch die Luxemburgerin setzte sich mit einem 11:3 zur Wehr. Die Konkurrentinnen zeigten attraktiven Sport und spornten sich gegenseitig zu Höchstleistungen an.

Die Deutsche Meisterin geriet mit einem 8:11 in Rückstand. Und nach einem 0:3 im vierten Satz war das Time-out bei der 32-Jährigen fällig, doch zum 3:11 wollte Silbereisen nicht mehr viel gelingen. „Sarah erwischte einen richtig guten Tag, Kristin wohl nicht ihren besten. Wobei sie gegen Katharina hervorragend spielte. Vielleicht war auch der Druck bei Kristin nicht so stark, weil sie, wusste, dass hinten die Punkte kommen. Ihre Niederlage war kein Beinbruch“, so Berger.

Auch Balint blieb bei ihrem Abschiedsmatch im SV DJK-Trikot ein Erfolgserlebnis beim 1:3 gegen Michajlova verwehrt. Den Satzball beim 10:9 wusste die Ungarin in der Endphase zum möglichen 2:2-Ausgleich nicht zu nutzen. „Katharina war immerhin Dritte bei der Deutschen Meisterschaft. Sie ist schnell am Tisch, was es für Bernadett als Topspinspielerin aus der Halbdistanz schwierig machte“, analysierte das Vortandsmitglied. Tiefenbrunner blieb es schließlich vorbehalten den Erfolg unter Dach und Fach zu bringen.

„Katharina wusste, dass sie Bernadett besiegen kann. Entsprechend groß war ihr Selbstvertrauen. Kristin hatte in den Konterduellen einfach immer noch eine Antwort parat. Die Leistung von Sarah entschädigte für das ganze Wochenende. Kristin war perplex, wusste nicht was sie machen sollte. Bei Sarah saß jeder Ball, sie spielte sich in einen Rausch. Wir haben jetzt vier Wochen Pause bis zum finalen Spieltag. Dann hoffe ich, dass auch Nina Mittelham und Shi Qi wieder fit sind“, bilanzierte TuS-Manager Franz-Josef Lingens.


Text: Martina Emmert

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